Tipps und Regeln für gute Typografie
Was ist eigentlich Typografie?
Unter Typografie versteht man gestalterische Richtlinien im Umgang mit Text. Im weiteren Sinne umfasst sie sogar gesamten Prozess von der Gestaltung des Layouts bis zur Wahl des Bedruckstoffs.
Seit dem Einzug der Personal Computer in die privaten Haushalte ist aus der Schwarzen Kunst ein Jedermannsding geworden. Um Kosten einzusparen werden Werbemittel gerne von Büroangestellten oder branchenfremden Personen gestaltet, die auf den ersten Blick zwar vielleicht gut aussehen, jedoch typografisch völlig inkorrekt sind – unbeachtet von Aufbau, Struktur, Druckbarkeit und gewählter Software.
Möchte man seriös bleiben und werben, sollten Inhalt, Satz und Layout in jedem Fall aus einer fachmännischen Feder stammen. Für eine gute Gestaltung bedeutet das mindestens:
- max. 2-3 unterschiedliche Schriftarten pro Seite
- statt Versalien und Untersteichung lieber kursiv oder fett
- für ein ausgeglichenes Schriftbild Text immer am Grundlinienraster ausrichten
- Negativsatz und kleine Schriften mit etwas mehr Laufweite
- max. 3-4 Worttrennungen nacheinander
- kurzer Divis-Strich bei Trennungen. Langer –Strich bei Satzeinschüben und Geldbeträgen
- Anführungszeichen stets mit An- und Abführung oder: »Beispiel«
- Telefonnummern von rechts in Zweiergruppen
- Kontonummer in Dreiergruppen
- bei Postleitzahlen keine Unterteilung
- bei Blocksatz optischen Randausgleich verwenden
- Flattersatz unbedingt vermeiden
- Kapitälchen immer in Serifenschrift
- keine Nutzung falscher Kapitälchen
- keine Verwendung falscher Brüche wie 1/2 sondern echte Brüche wie ½
- Schriftgröße nach Möglichkeit nicht kleiner als 8pt
- Ziffern in Fließtext stets als Mediävalziffern
- Normalziffern nur für Tabellen oder Formeln
Weiterführende Informationen:
Clever Printing – Clevery Typografie macht Spaß
Ulrich Media GmbH – Grundlagen der Typografie
Fritz Genzmer – Das Buch des Setzers










